Brandschutztipps

Im Notfall das Richtige tun - der Feuerwehrnotruf 112!

Bei der Abgabe des Notrufes sind folgende Angaben wichtig:

  • Wer ruft an?
  • Was ist passiert?
  • Wo ist es passiert?
  • Wieviele Verletzte gibt es?
  • Warten Sie und beantworten Sie die Fragen der Leitstelle!
    Legen Sie erst auf, wenn die Leitstelle Sie dazu auffordert.

Allgemein gilt: Bewahren Sie Ruhe und Übersicht. Bitten Sie Augenzeugen und Passanten gezielt um Mithilfe. Bleiben Sie bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte vor Ort und halten Sie sich für Rückfragen und zum Einweisen bereit.



Sie stehen auf dem Schlauch!

In 90 Prozent aller Fälle löscht die Feuerwehr Brände mit Wasser. Das Löschwasser wird "Zapfstellen" im Straßenbereich entnommen, die als Oberflur- oder Unterflurhydranten bezeichnet werden. Allgemein bekannt sind die kleinen ovalen Deckelchen in Straßen oder auf Gehwegen, unter denen sich die Unterflurhydranten befinden. Doch oftmals werden diese durch Fahrzeuge "überparkt", so dass die Feuerwehr im Notfall an sie nicht mehr heran kommt. Während die Kommunen die Verpflichtung haben, Löschwasser in ausreichendem Umfang vorzuhalten, haben die Bürger die Verpflichtung, die Hydranten freizuhalten, damit die Feuerwehr nicht im wahrsten Sinne des Wortes "auf dem Schlauch" steht.

Deshalb gilt im Allgemeinen:

  • Befinden sich Hydranten auf Gehwegen und Parkflächen, sind Hydrantendeckel und -verschlüsse von Kraftfahrzeugen freizuhalten.
  • Hydranten auf Grundstücken oder dazugehörigen Gehwegen sind jederzeit zugänglich und von Schnee und Eis befreit zu halten.

Beachte:
Fahrzeuge, die auf Hydranten stehen, bedeuten ein Hindernis für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Wertvolle Minuten vergehen, wenn vereiste Hydranten erst von der Feuerwehr zugänglich gemacht und aufgetaut werden müssen.

Achtung also, denn der Wasservorrat eines Tanklöschfahrzeuges ist schon in wenigen Minuten verbraucht!

Die Hinweisschilder von Hydranten sind leicht zu erkennen. Es sind weiße, rechteckige Schilder mit Maßen von 250 x 200 mm und einem 20 mm breiten roten Rand. Die schwarzen Zahlen auf dem Schild geben den Rohrdurchmesser (H100) an und unter bzw. neben dem "T" die Lage des Hydranten in Meter-Entfernung an.

Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen!

Der Siedepunkt bei Frittierfett liegt bei über 100 ° Celsius. Die meisten Brände entstehen durch Überhitzung des Fettes. Versuchen Sie niemals, brennendes Fett mit Wasser zu löschen.

Bei einer Temperatur von 100 ° Celsius wird aus Wasser Wasserdampf. Wird also Wasser in siedendes oder brennendes Fett gegeben, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers. Der Wasserdampf treibt das brennende Fett auseinander, vergrößert dessen Oberfläche und kann zur "Explosion" führen.

Für die Bekämpfung gelten folgende Regeln:

  • Bei Fettbränden kein Wasser benutzen;
  • dem Feuer die Sauerstoffzufuhr entziehen (Deckel oder Löschdecke über den Kessel legen) und
  • auf Augen- und Gesichtsschutz achten.

Daher:

  • Fritteusen müssen das VDE-Zeichen tragen,
  • Filter der Dunstabzugshauben regelmäßig überprüfen,
  • Fritteusen sollten niemals unter eingeschalteten Dunstabzugshauben betrieben werden,
  • leichtflüchtige Fettbestandsteile bilden mit ausreichender Luftverwirbelung leichtentzündliche Gemische. Auf Überhitzung des Frittierfettes achten; nur hochsiedende Fette, keinesfalls normales Haushaltsöl zum Frittieren verwenden.

Ausreichend erwärmtes Frittierfett hat Temperaturen von über 100 ° Celsius. Gerät Wasser, zum Beispiel in Form von Eis bei tiefgekühltem Frittiergut, in heißes Fett, verdampft es sofort. Dabei tritt eine erhebliche Volumenzunahme ein. aus einem Liter Wasser entstehen etwa 1.700 Liter Wasserdampf. Es kommt zu einer Explosion des Fettes, da es sich bei entsprechender Luftverwirbelung schlagartig entzündet.

Bei Fundues, Raclettes, Feuerzangenbowlen u.a. werden die Öfen (Rechauds) oft mit Spiritus (Flammpunkt unter 12 ° Celsius) betrieben. Der Umgang mit dieser leichtentzündlichen Flüssigkeit erfordert besondere Vorsicht. Niemals in noch heiße, ausgebrannte Behälter Brennstoffe nachgießen.
Für alle Fälle immer ein angefeuchtetes Handtuch oder Küchentuch zum rsticken der Flammen bereithalten.

 


 

Rauchmelder - Lebensretter!

Unter diesem Motto versuchen die Deutschen Feuerwehren diese kleinen Lebensretter nachhaltig in privaten Wohnungen, Haushalten und Häusern heimisch werden zu lassen.
Diese kleinen Geräte können für vergleichsweise wenig Geld wirksam Leben retten! Gerade für den privaten Bereich hat die Insutrie Rauchmelder entwickelt, die sofort Alarm schlagen, wenn sich unbemerkt Brandrauch in der Wohnung ausbreitet. Sie warnen die Schlafenden und retten sie damit vor dem erstickenden Brandrauch. Daher raten die Feuerwehren dringend, solche Geräte zum einen Schutz anzuschaffen und einzubauen.

Stellen Sie sich vor, für Sie besteht akute Lebensgefahr in den eigenen vier Wänden und Sie merken davon rein gar nichts!? Nachgewiesen ist, dass von den jährlich 700 Brandtoten eine besonders hohe Zahl der umgekommenen Menschen noch leben könnten. Die meisten Brandtoten sind nämlich keine Brandtoten, sondern eher Rauchtote. Wäre sie im Schlaf geweckt worden, hätten sie dem erstickenden Brandtot entkommen können.

Rauchmelder übernehmen diese lebenswichtige Aufgabe. Die batteriebetriebenen Rauchmelder geben sofort Alrm, wenn sich Rauch in der Wohnung ausbreitet. Schlafende Personen werden durch den ohrenbetäubenden Piepsen der kleinen Geräte geweckt.

Sind Sie an weiteren Informationen zu diesem Thema interessiert?
Dann wechseln Sie zur Homepage von www.rauchmelder-lebensretter.de

 


 

Flammenwerfer im Haushalt

Spraydosen begegnet man heute in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Ob es gilt, die Haare zu frisieren, oder die Möbel zu polieren, Spraydosen sind bequem und immer zur Hand.

Beim Umgang mit Spraydosen ist allerdings Vorsicht geboten. Zwar wurde das früher brennbare Treibgas gegen nicht brennbares Gas getauscht, doch dieser Hinweis auf den handlichen Flaschen ist trügerisch. Die im Sprühnebel in feste Teile zerstäubten Kunstharz- oder Nitrolacke beispiels weise sind mit oder ohne brennbarem Gas leicht entzündlich. Beim Vorhandensein von offenen Lichtquellen oder heißen Metallteilen (Kochplatten) ist also höchste Vorsicht geboten.

Für den Umgang mit Spraydosen gilt:

  • Nicht rauchen, wenn Spraydosen eingesetzt werden,
  • Spraydosen nicht über 50 ° Celsius erhitzen,
  • Zündquellen aus dem Arbeitsbereich entfernen,
  • Spraydosen nicht gewaltsam öffnen (Unfallgefahr!),
  • Räume gut lüften, wenn mit Spraydosen gearbeitet wird und
  • Spraydosen sollen nach dem Gebrauch sofort dem Müll zugeführt werden.

Der Umgang mit Spraydosen sollte - bei aller Arbeitserleichterung - auch einmal kritisch betrachtet werden. Spraydosen gehören im Sommer nicht in das Handschuhfach eines Autos. Hier wird die Grenztemperatur von 50 ° Celsius schnell erreicht und überschritten. Auch beim Frisieren sollte mit Haarspray sorgsam umgegangen werden, wenn in der Nähe die Flamme des Gasdurchlauferhitzers lauert. Keine Restewirtschaft betreiben. Keller wie auch Dachboden durchforsten und "alte Jahrgänge" der Spraydosen entsorgen. Dies gilt auch für Campinggas-Flaschen, Terpentin-Dosen und andere leicht entzündliche Flüssigkeiten.

 


 

Grillgeräte

Grillgeräte, die mit Holzkohle betrieben werden, sind aus dem Leben der Eigenheim- und Gartenbesitzer nicht mehr wegzudenken. Auch auf Camping-Plätzen zählt der Holzkohlegrill im Sommer zum festen Inventar. Genuss wird groß geschrieben, Gefahren werden aber oft nicht beachtet und daher unterschätzt.

Brand- und Unfallgefahren bestehen

  • bei unsachgemäßem Entzünden des Feuers,
  • bei unsicherm Stand des Grills und
  • wenn Kinder unbeaufsichtigt "Chefkoch" spielen.

Beachten:

  • keine brennbaren Flüssigkeiten zum Entzünden der Holzkohle verwenden,
  • nur handelsübliche Kohlenanzünder verwenden,
  • Gebrauchsanweisung beachten,
  • keine Synthetik-Fasern tragen,
  • auf Standsicherheit des Gerätes achten und
  • Kinder vom Grill fernhalten.

Achtung:
Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus, Alkohol oder Benzin haben einen sehr niedrigen Flammpunkt. Sie verdampfen bei Wärmeentwicklung sehr schnell. Dies gilt insbesondere beim Vorhandensein von Holzkohlenglut. Die explosionsartige Zündung eines Dampf-Luft-Gemisches hat verheerende Folgen.

 


 

Sommerzeit - Grillzeit

Damit die sommerliche Party am Holzkohlegrill ein vergnügtes Fest bleibt und nicht zu einem Brandunfall wird, sind folgende wichige Regeln zu beachten:

  • sicheren Standplatz wählen,
  • keine leicht brennbaren Stoffe in unmittelbarer Nähe der Feuerstelle (zum Beispiel Lampions, Girlanden, Gardinen etc.) anbringen,
  • ausreichenden Sicherheitsabstand (mindestens zwei bis drei Meter) schaffen,
  • Löschmittel, zum Beispiel Feuerlöscher oder Löschdecke, bereithalten,
  • ebenen, nicht brennbaren Untergrund wählen und Standfestigkeit des Gerätes prüfen,
  • Rettungs- und Fluchtwege freihalten,
  • Vorsicht beim Entzünden,
  • möglichst nur Trockenbrennstoffe, wie zum Beispiel Grillanzünder o.ä., verwenden.

Niemals flüssigen Brennstoff in glimmende Holzkohle nachgießen!

  • Glut nicht durch Pressluft oder Sauerstoff entfachen,
  • auf schwer oder mindestens normal entzündliche Kleidung achten,
  • Grillgeräte niemals von Kindern allein bedienen oder gar entzünden lassen,
  • Kinder vom Gefahrenbereich fernhalten,
  • die Brandstelle sauer verlassen,
  • heiße Asche, Holzkohlereste usw. niemals unbeaufsichtigt lassen,
  • sämtliche Verbrennungsrückstände ablöschen, am Besten mit Wasser,
  • Holzkohlereste, Asche etc., niemals einfach auskipen und zurücklassen; wenn möglichst eingraben und übererden.

 


 

Sicherheitstipps zur Weihnachtszeit

"Alle Jahre wieder ..." ereignen sich zur Advents- und Weihnachtszeit zahlreiche Brände von Advenskränzen und -gestecken und Weihnachtsbäumen. Brandursache ist in fast allen Fällen unsachgemäßer Umgang mit brennenden Wachskerzen.

Kann der Entstehungsbrand nicht beim allerersten Versuch gelöscht werden, lauten folgende Empfehlungen: Raum verlassen, Türen schließen (nicht verschließen!) und sofort die Feuerwehr - Notruf 112 - alarmieren.

Sicherheitsmaßnahmen:

  • lassen Sie brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt,
  • auch der Umwelt zuliebe, verwenden Sie keine Wunderkerzen,
  • Adventskränze und -gestecke immer in ausreichendem Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen aufstellen
  • Adventskränze und -gestecke auf eine feuerfeste Unterlage legen,
  • verwenden Sie nur nichttropfende Wachskerzen,
  • befestigen Sie die Kerzen sicher, möglichst mit einem nichtbrennbaren Kerzenhalter,
  • achten Sie auf genügend Höhen- und Seitenabstand der Kerzen zu anderen brennbaren Materialien,
  • stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum standsicher auf und sichern ihn gegen Umkippen,
  • wählen Sie den Aufstellungsort so, dass ausreichend Abstand zu anderen brennbaren Gegenständen (z.B. Vorhänge, Teppiche, Möbel) gehalten werden kann,
  • den Baum regelmäßig mit Wasser versorgen, um ein Austrocknen zu verhindern oder zu verzögern. Besser ist ein Baum mit Wurzel.
  • Trockene Zweige oder trockene Bäume sofort entfernen, sie verbrennen explosionsartig,
  • Wachskerzen von oben nach unten, an der Rückseite beginnend, anzünden und in umgekehrter Reihenfolge löschen,
  • wir empfehlen die Verwendung von elektrischen Kerzen und Lichtern mit VDE-Zeichen anstelle von Wachskerzen,
  • verwenden Sie zum Anzünden der Kerzen nur Sicherheitszündhölzer und
  • halten Sie immer ein geeignetes Kleinlöschgerät (z.B. Feuerlöscher, gefüllter Eimer mit Wasser, Blumenspritze oder Löschdecke) bereit.

 


 

Sicherheitstipps zu Silvester

Gerade zum Jahreswechsel müssen die Feuerwehren bei Verletzungen oder Bränden, ausgelöst durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, besonders häufig Hilfe leisten.

Um dem vorzubeugen, geben die Feuerwehren hier einige

Sicherheitstipps:

 

  • verwenden Sie nur Feuerwerkskörper mit Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), die da sind:
  • Feuerwerkskörper der Klasse I (Kinder und Jugendliche): Kinder und Jugendliche dürfen nur Feuerwerkskörper der Klasse I kaufen und unter Aufsicht abbrennen (z.B. bengalisches Feuer, Wunderkerzen, Tischfeuerwerk). Tischfeuerwerk nur auf feuerfesten Unterlagen und nicht in der Nähe von leicht entzündlichen Materialien abbrennen.
  • Feuerwerkskörper der Klasse II (nur für Erwachsene): Feuerwerk der Klasse II darf ausschließlich von Erwachsenen verwendet werden. Die Zündung ist nur erlaubt von Silvesterabend 18 Uhr bis Neujahrsmorgen 7 Uhr. Feuerwerk der Klasse II nur im Freien zünden - niemals in Räumen.
  • Bewahren Sie Feuerwerkskörper immer getrennt von Zündhölzern oder Feuerzeugen auf,
  • halten Sie beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern nie den gesamten Vorrat in einer Tüte oder Karton bereit,
  • lesen Sie bereits am Silvesternachmittag bei klarem Verstand in Ruhe die Gebrauchsanleitung für das Feuerwerk,
  • schließen Sie in der Silvesternacht Fenster und Balkontüren,
  • halten Sie Ihren Balkon frei von brennbaren Gegenständen,
  • halten Sie immer ein geeignetes Kleinlöschgerät (z.B. Feuerlöscher, gefüllter Eimer mit Wasser oder Blumenspritze) in greifbarer Nähe bereit,
  • kann ein Entstehungsbrand nit beim allerersten Versuch gelöscht werden: Raum verlassen, Türen schließen (nicht verschließen!) und sofort die Feuerwehr - Notruf 112 - alarmieren,
  • angezündete Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, liegen lassen; sie sind unberechenbar und können auch später noch explodieren,
  • Raketen nur von geeigneten Freiflächen oder der Straße aus senkrecht nach oben starten; am Sichersten ist eine leere Flasche in einer Getränkekiste und
  • Brandverletzungen sofort mit kaltem Wasser (oder Schnee) mindestens zehn Minuten lang kühlen.